Heute habe ich mit einem entfernteren Verwandten aus der Reinholzsippe getroffen, der mich vor einiger Zeit über meine Webseite kontaktiert hatte. Es gibt gemeinsame Vorfahren in Rößel, die wir dank zahlreicher Dokumente nun endgültig zusammenbringen konnten. Wir konnten rekonstruieren, dass seinerzeit Theodor Jacob Reinholz (1844-1901) Anfang der 1870er Jahre als erstes Mitglied der Familie Reinholz von Ostpreußen nach Berlin kam. Geheiratet hatte er 1869 noch in Rößel, ein erstes Kind konnte 1876 in Berlin nachgewiesen werden. Vorher geborene Kinder sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Schwierig ist die Forschung in den üblichen Datenbanken, weil die Familie katholisch war. Genauere Daten sind wahrscheinlich nur vor Ort, in den Berliner Kirchgemeinden zu erforschen.
Eine interessante Frage stellt sich uns, ob dieser Theodor Jacob Reinholz die Kinder seines Bruders August Reinholz (1837-1884) ermutigte, ebenfalls nach Berlin zu kommen, um sich hier ein neues Leben aufzubauen. Denn mindestens drei Nichten/Neffen kamen um die Jahrhundertwende nach Berlin, darunter meine Urgroßmutter Magdalena Reinholz, die im Jahr 1907 Heinrich Wenzel Dinter ehelichte. Unklar ist, ob es in Brandenburg Beziehungen zwischen den beiden Familienzweigen gab. Hier wäre die Einsicht in die Taufbücher und ein Patenabgleich von Interesse.
Unter den Dokumenten, die ich heute einsehen konnte, waren auch Tauf- oder Traubescheinigungen, die neue Generationen meiner Vorfahren enthielten bzw. Lebensdaten konkretisieren konnten.
Neue Daten sind:
Magdalena Ehlert, meine UrUrUrgroßmutter, wurde am 14. Februar 1808 als Tochter des Einwohners Ephraim Ehlert und seiner Frau Anna Glomm geboren. Getauft wurde Magdalena einen Tag später in Rößel.
Ebenfalls zuvor unbekannt war das Traudatum von Jacob Reinhold (Reinholz) und Magdalena Ehlert – meinen UrUrUrgroßeltern. Die beiden gaben sich am 11. Oktober 1836 in Rößel das Jawort
Elisabeth Beckmann, auch eine UrUrUrgroßmutter meinerseits, erblickte am 1. November 1801 als Tochter von Valentin Beckmann und seiner Frau Gertrud Seewald in Robawen das Licht der Welt. Getauft wurde das Kind einen Tag später in Rößel.
Franz Kehlert, Kammmachergeselle, wurde etwa 1809 in Rößel geboren. Er heiratete am 28. Januar 1834 die 33 jährige Elisabeth Beckmann.
Die Dokumentenfunde sind auch deshalb so wertvoll, weil es keine Kirchenbücher von Rößel mehr gibt. Alle Matrikel gelten als Kriegsverlust.