Weitere Werke

Von Heiligenfiguren bis zu erotischer Kunst

Borromäusfigur in Bonn

In den zwanziger Jahren besuchte der päpstliche Nuntius das Borromäus-Haus in Bonn. Dort erblickte er die von Dorls erschaffenen Statue des hl. Karl Borromäus und soll ausgesagt haben: „So stellen wir uns den Heiligen vor!“
Die Statue wurde von Dorls etwa lebensgroß aus Bronze gearbeitet. Sie hat eine Höhe von 1,75m und eine Schulterbreite von 50cm. Sie steht auch heute noch im Borromäus-Haus in Bonn.
Nähere Hinweise ließen sich bisher nicht feststellen.

 

 

 

Holzfigur der Gerda

Eine von mir kürzlich gefundene Arbeit des Künstlers ist die holzgeschnitzte Büste einer jungen Frau. Bezeichnet ist die Arbeit mit „Gerda“ Auf der Rückseite findet sich die Signatur „I. Dorls, 1910“
Im Laufe meiner Forschungen konnte ich auf zahlreichen Bildern die Signatur „I.D.“ finden. Dorls verwendete offensichtlich häufiger die lateinische Form Iosephus seines Vornamens zur Kennzeichnung seiner Werke.
Die Büste der Gerda ist aus Lindenholz geschnitzt und stammt aus der frühen Schaffensphase des Künstlers. Die Figur ist insgesamt etwa 50 cm hoch und in einem guten Zustand.
Angeboten wurde die Arbeit bei eBay. Nach Informationen des Verkäufers hatte dieser die Büste seinerzeit auf der Insel Usedom erworben. Weitere Informationen zu Vorbesitzern oder Herkunft sind nicht näher bekannt.

 

Schreitender Halbakt auf Kugel blickend

Halbakt Zeichnung: Stefanie Hornik Dresden

Eine ganz andere Form seiner Kunst zeigt Josef Dorls an zwei erotischen Werken, die am Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil der neuen Kunstrichtung Art Deco gefertigt wurden.
Bekannt ist eine Bronzestatue, die im frühen zwanzigsten Jahrhundert produziert wurde. Sie stellt eine nackte junge Frau dar, die sich halbseitig mit einem Tuch bedeckt hat. In der rechten Hand hält sie eine weiße Kugel aus Elfenbein, auf die sie hinunterblickt. Die Kugel liegt lose in der Hand.
Josef Dorls signierte seine Arbeit zu Füßen der Figur mit seinem Namen und dem Zusatz „fec“, das für das lateinische Wort fecit steht und so viel wie „hat es gemacht“ bedeutet. Ein für bildende Künstler zu dieser Zeit gebräuchlicher Zusatz bei der Signatur. Außerdem kann man am Fuß der Statue die Gießermarke „Wiener Kunstwerkstätten Gebr. Brandel. Berlin.“ erkennen. Der Sockel ist aus geädertem grauen Marmor gefertigt. Die Figur ist mit ihrem Sockel etwa 50 cm groß und wiegt etwas mehr als acht Kilogramm. Sie wurde im Internet für 4.900,- EUR angeboten.
Eine von der äußeren Form nahezu gleichaussehende Statue gibt es auch noch in einer elfenbeinernen Ausführung. Bei dieser Figur ist nur der Umhang bronzefarben. Eine Kugel ist auf der Abbildung nicht vorhanden. Der Figur fehlt auch ein Finger. Diese Arbeit fand der Verfasser ebenfalls auf der Seite einer Kunsthandlung im Internet.

Im Internet findet sich weiterhin eine sehr kleine Abbildung eines patinierten und vergoldeten Kerzenhalters aus Bronze, der von Dorls stammt. Details sind auf der Abbildung nicht zu erkennen, einzig die Höhe von etwa 73cm ist vermerkt.

 


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