St. Kamillus – Berlin Charlottenburg
Die katholische Kirche St. Kamillus wurde in den Jahren 1930 bis 1932 nach den Plänen von Architekt Hermann Albert Mohr errichtet und am 26. Juni 1932 feierlich geweiht. Bei der Kirche handelt es sich um einen seitlich mit kleinen Türmchen gekrönten Hochbau, der Kirche, Kloster, Kindergarten und Altenheim unter einem Dach vereint. Die Kirche wurde bei einem Bombenangriff 1943 schwer beschädigt. Zwischen 1959 und 1964 wurde das Gotteshaus umfassend umgebaut, renoviert und es erhielt neue Fenster.
Die Ausstattung, Dorls betreffend, wird folgendermaßen beschrieben:
„Ausstattung: Der Hochaltar und die Nebenaltäre sind gebildet als Tische mit Rück- und Seitenwänden aus braunrotem hellgeädertem Marmor. Der Taufstein mit Becken und einem die Evangelistensymbole tragenden Bronzedeckel von Josef Dorls, der als Mitarbeiter für den bildnerischen Schmuck der Kirche herangezogen wurde. Von ihm stammen auch die bronzenen Flügel der Kommunionbank, die figürlichen Bronze-Türgriffe, eine unterlebensgroße Christusfigur aus Marmor (in der Klosterkapelle) und die zwei großen Reliefs der Straßenseite aus Werkstein mit je zwei das Wappen Christi haltenden Engeln“ [1]
Es handelt sich hier um die Beschreibung der katholischen Kirche St. Kamillus in Berlin Charlottenburg vor dem Umbau. Eine Anfrage bei der Gemeinde wurde zwar beantwortet, jedoch sind heute dort keine Arbeiten von Dorls bekannt. Bilder im Internet zeigen wahrscheinlich einen Taufstein neueren Datums.
Frau Dr. Goetze (+), die ehemalige Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin, geht davon aus, dass die Engel das Wappen der Kamillianer halten.
[1] Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin, Stadt und Bezirk Charlottenburg
bearb. von Irmgard Wirth, Text- und Tafelband, Berlin 1961, S. 118



