Baugeschichte Pfarrhaus II.

Baugeschichte II. - Pfarrhaus St. Elisabeth Köngis Wusterhausen

Die gegenwärtige Form des Baukörpers, bestimmt durch die drei Säle im Erdgeschoss, ist nicht die ursprüngliche Form des Gebäudes.
Der hofseitige Saal, in dem sich nach der Generalsanierung des Hauses die Küche befindet, wurde erst nachträglich angebaut.
Im Jahr 1907 entschloss sich der Kirchenvorstand um den Kuratus Wilhelm Tunkel zum Anbau eines sogenannten Erkers, um die Räume des nicht genutzten Schulhauses, zu einer größeren katholischen Kapelle zu erweitern.
Die in Berlin ansässige Firma G. E. Dellschau, die sich für den Einbau der Stahlkonstruktion verantwortlich zeichnet, spricht in einem Bescheinigungsschreiben vom „Bau einer katholischen Kirche in Königs Wusterhausen“.

Am 9. September des Jahres 1907 reichte Kuratus Tunkel Bauzeichnungen zur Erweiterung des Schulgebäudes bei der Baubehörde in Königs Wusterhausen ein. Der hiesige Architekt M. Neumann hatte das Projekt geplant und bat nun auch um eine zügige Genehmigung des Bauvorhabens. Die notwendigen statischen Berechnungen für den Anbau fertigte der Berliner Architekt Wilhelm Fahlbusch an, der gut zwanzig Jahre später auch einen Entwurf für den Neubau der Pfarrkirche einreichte.
Immer wieder überraschend ist die äußerst kurze Bearbeitungszeit der eingereichten Anträge. Nur knapp vierzehn Tage später wurde das Projekt von der Baubehörde genehmigt und der Bau konnte beginnen.

Mit der Bauausführung betraute man wieder die ortsansässige Firma Küster, die auch schon den Schulbau, sieben Jahre vorher, errichtet hatte. Offensichtlich waren der Kirchenvorstand und Kuratus Tunkel mit den Handwerkern wohl zufrieden. Auch der Anbau des Erkers ging schnell voran. Die Rohbauabnahme ist bereits Anfang November 1907 Geschichte und man machte sich an den Innenausbau. Noch im gleichen Jahr, am 14. Dezember 1907 beantragte der Architekt die Gebrauchsabnahme des Erkers. Die nahenden Feiertage konnten die Behörden nicht bremsen. Am 27. Dezember meldete der Architekt die vollzogene Gebrauchsabnahme und ab 4.Januar 1908 hatte es die Gemeinde schriftlich, der Anbau konnte als Kapelle genutzt werden. Der Anbau kostete die Gemeinde etwa 4.000 Mark.

Fast dreißig Jahre bildete die kleine Kapelle das religiöse Zentrum für die Katholiken der Umgebung, bis 1937 die neue Kirche gegenüber benediziert wurde.

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